Geschichte der Frauenliebe
Die Frauenliebe beflügelt seit Jahrtausenden die Fantasien – der Männer. Abgeleitet wird der Begriff lesbisch von der griechischen Insel Lesbos, die in der Antike eine Dichterin beheimatete, die sich mit ihren Gedichten ganz auf die Liebe zwischen Frauen konzentrierte. Ob Sappho aber selbst lesbisch war, ist unter Historikern bis heute strittig. Im Sprachgebrauch tauchte der Begriff Lesbe dann erst im 17. Jahrhundert in Frankreich wieder auf, wobei die Bezeichnung sapphische Liebe ebenfalls für die Frauenliebe verwendet wurde. Erst Ende des 18. Jahrhunderts setzte sich lesbisch schließlich für die Liebe unter Frauen durch und kennzeichnet bis heute homosexuelle Frauenbeziehungen. Etabliert in der Gesellschaft haben sich lesbische Frauen erst ab den 70er Jahren und bezeichnen sich heute selbstbewusst als lesbisch oder Lesbe. Mit der Einführung des Lebenspartnerschaftsgesetzes können homosexuelle Männer und Frauen in Deutschland auch eine gleichgeschlechtliche Ehe eingehen – eine Errungenschaft, die lange erkämpft werden musste. Lesbische Frauen sind bis heute in der Öffentlichkeit jedoch eine Seltenheit und ziehen sich entgegen der schwulen Gemeinde, die offen mit ihrer Sexualität umgeht, oftmals lieber zurück. Auch in Filmen und Serien nehmen Lesben bis heute noch eher eine Außenseiterrolle ein und werden meist als Sonderfiguren, die lesbische Klischees bedienen, besetzt. Lesben werden im Film meist als sehr selbstbewusste Spezies dargestellt, die optisch ganz und gar dem Ideal der heterosexuellen Männer entspricht. Womit sich der Kreis wieder schließt – nicht wenige Männer finden die Vorstellung von zwei Frauen, die miteinander Sex haben, hochgradig erotisierend. Aufgeschlossene lesbische Frauen in einer Erotik Community lassen sich so auch gern mal über die Schulter schauen.


vor 1 Jahr
find ich interessant. Danke für diese Seite!!!
lieber Gruß: Esenia